
Surfen auf Mallorca wird immer
beliebter und entwickelt sich mittlerweile als echte Alternative zu den
beliebten Hotspots in Portugal oder Frankreich.
Mallorca ist bekannt für seine abwechslungsreichen Landschaften und zählt zu den vielseitigsten Reisezielen. Mallorcas Küstenlinie von rund 550 Kilometern bietet heute eine überraschend große Auswahl an Surfspots für unterschiedliche Könnensstufen – von anfängerfreundlichen Beachbreaks bis zu kraftvollen Reef-Wellen im Osten.
Mallorca war lange kein typisches Reiseziel für Surfer, da es gleichzeitig mit den sehr beliebten Hotspots in Portugal, auf den Kanaren oder in Frankreich konkurriert. Jedoch gibt es einen großen Vorteil, wenn Sie auf Mallorca surfen wollen: Hier haben wir überdurchschnittlich viele Tage mit einem geeigneten Wellengang für Surfer. Zusätzlich herrscht in den kühleren Monaten vergleichsweise viel Wind. Obwohl Mallorca kein klassisches „Surfmekka“ ist, hat sich auf der Insel eine stabile Community entwickelt, und an guten Tagen sind an den Hauptspots schnell 30 oder mehr Leute im Wasser
Zum Surfen auf Mallorca benötigen Wassersportler optimale Wind- und Wasserbedingungen. Die zuverlässigsten Bedingungen für Wellenreiter herrschen im Spätherbst, Winter und frühen Frühjahr, grob zwischen Oktober und März, wenn Stürme im Mittelmeer die nötigen Swells bringen. Im Hochsommer ist klassisches Wellenreiten deutlich unzuverlässiger, aber kurze Windswells und Windchop sorgen vor allem im Norden und Nordosten immer wieder für kleinere Sessions – oft ideal für Longboard oder Softboard. Ab Oktober verschieben sich die Tiefdruckgebiete von der polaren Kaltfront in Richtung Mittelmeer und treffen dann auf die warme Luft. Dadurch sind Wind und Wellen optimal zum Surfen. Obwohl es kühler ist als im Sommer, sind die Temperaturen von Luft und Wasser in aller Regel immer noch mild und angenehm. Im Winter liefern vor allem die Buchten von Palma und Alcúdia häufig mehrere surfbare Tage am Stück; im Herbst und Frühjahr funktionieren besonders die exponierten Strände an der Ostküste wie Cala Mesquida oder Cala Torta gut.
Eine Auswertung der Universität der Balearen kommt auf rund 175 Tage pro Jahr, an denen sich irgendwo auf der Insel surfbare Wellen finden lassen. Wenn Sie auf Mallorca surfen wollen, braucht es nichtsdestotrotz mehr Erfahrung auf dem Brett und nicht zuletzt mehr Aufwand als anderswo, denn die Wellen werden hier in der Regel nicht so konstant generiert wie z. B. im Surferparadies Bali. Der Grund dafür ist einfach: Der Wind auf der Insel weht aus vielen verschiedenen Richtungen und zusätzlich unterschiedlich stark.
Insgesamt gibt es rund 40 Spots zum Surfen auf Mallorca. Die meisten Plätze liegen an der Südwest- und an der Nordostküste der Insel. An mehreren Stränden sind Surfkurse für Anfänger und Fortgeschrittene verfügbar. Private Surf-Lessons liegen derzeit je nach Anbieter meist zwischen 70 und 80 € pro Stunde, während Gruppenstunden und mehrtägige Pakete deutlich günstiger sind. Das Brett und die Ausrüstung sowie eine passende Versicherung sind in den Preisen meist enthalten.
Unerfahrene Anfänger sollten für ihre ersten Schritte am besten den Spot in Colònia Sant Pere wählen. Hier gibt es kaum Felsen und das Wasser ist tief. Zusätzlich eignen sich die flachen Wellen besonders gut für unerfahrene Surfer. Nach Mallorca kommen Surfer entweder mit dem Flugzeug oder mit dem Auto und der Fähre.
Viele Airlines bieten inzwischen Sportgepäck-Tarife: Eurowings etwa nimmt ein Surfbag bis 32 kg für etwa 50 € pro Strecke mit, Ryanair erlaubt 23 kg Surfgepäck. Ein Mietwagen vor Ort bleibt trotzdem sinnvoll, weil du damit in maximal 1,5 Stunden jeden Spot der Insel erreichst. Wer dennoch Ärger und Kosten sparen möchte, leiht das Equipment einfach vor Ort aus. Auf der Insel gibt es mittlerweile genügend Surfschulen und Shops. Empfehlenswert sind das El Niño Surf Center und die Surfschule BonaOna in der Hauptstadt Palma. Des Weiteren gibt es am Hafen von Pollença die Surfschulen Sail&Surf Pollensa und Mallorca Kiteboarding & SUP S.L.

Die besten Bedingungen zum Wellenreiten gibt es im Herbst und im Winter. ach kräftigen Winterstürmen erreichen die Wellen an exponierten Küstenabschnitten im Nordosten und Osten mallorquinische Verhältnisse von bis zu etwa drei Metern, an typischen Tagen bewegen sie sich aber eher im kleinen bis mittleren Bereich und sind damit ideal für Longboarder und Einsteiger. Generell sind der Osten und der Nordosten von Mallorca von den Wetterbedingungen her am besten zum Wellenreiten geeignet. Im Nordosten der Insel befinden sich die beiden beliebtesten Spots zum Wellenreiten: Son Serra de Marina und Cala Mesquida. An beiden Locations erreichen die Wellen die nötige Höhe.
Cala Mesquida ist eine überschaubare und kleine Bucht mit einem rund 500 Meter breiten und 100 Meter tiefen Strand. Da die Badegäste mit dem Auto anreisen müssen, ist die Bucht auch in der Sommerzeit nicht überfüllt. Der Wind ist in der Bucht besonders stark und deshalb sind die Wellen vor allem für die mallorquinischen Verhältnisse recht hoch. Cala Mesquida liegt im Levante-Naturpark und fängt Ost- bis Nordost-Swell sehr gut ein; die Wellen können hier für mallorquinische Verhältnisse kräftig werden, weshalb der Spot trotz traumhafter Kulisse eher für fortgeschrittene Surfer empfohlen wird.
Son Serra de Marina gilt heute als Referenz-Spot im Norden: ein rund sieben Kilometer langer, weitgehend unverbauter Sandstrand mit mehreren Peaks (u. a. „El Bunker“, „Compuerta“, „Dos Playas“), die je nach Swell und Wind sowohl Einsteiger-Tage als auch anspruchsvolle Sessions für erfahrene Surfer liefern. Der Strand ist der ruhigste Ort an der sonst so belebten Bucht von Alcúdia und sogar in der Urlaubszeit nicht überfüllt. Auch Windsurfen und Kitesurfen – also jeweils mit Segel bzw. Drachen – sind hier sehr gut möglich.
Aktuelle Spotguides nennen für Windsurfer vor allem Can Pastilla, Sa Ràpita, Colònia de Sant Jordi, Portocolom sowie die Badia d’Alcúdia und die Badia de Pollença als Hauptreviere, mit einem Spektrum von Flachwasser-Freeride bis zu kraftvollen Wellen bei West- und Nordwinden. Während die Bucht von El Arenal in den Abendstunden und Nächten eher etwas für Partytouristen ist, eignet sich der Strand tagsüber für Segler und Windsurfer. Die Thermik ist ab der Mittagszeit hervorragend zum Surfen auf Mallorca geeignet.
Unerfahrene Windsurfer finden an den geschützten Buchten in der Nähe von Cala d’Or und Porto Colom einige gute Spots. Etwas weiter südlich befindet sich der wunderschöne und kilometerlange Sandstrand von Es Trenc. Dieser eignet sich zum Surfen auf Mallorca besonders gut, denn die Thermik ist erstklassig. Die gleichen, idealen Bedingungen finden Windsurfer in der schönen Bucht von Alcúdia.
Der einzige offizielle Spot zum Kitesurfen auf der Baleareninsel befindet sich im nördlichen Teil in der kleinen Bucht von Pollença. Das ganze Jahr über treffen sich hier Surfer aus vielen unterschiedlichen Ländern mit ihren bunten Drachen. In der Bucht von Pollença ist der Mistral mit Abstand am stärksten. Zusätzlich sorgen die hohen Gebirgsmassen der Serra de Tramuntana, welche die Bucht einrahmen, für thermische Winde. Kitesurfer finden somit fast keinen besseren Spot zum Surfen auf Mallorca. Am Hafen Port d’Pollença gibt es mehrere Surfschulen, die Einheimischen und Touristen die nötige Ausrüstung zum Kitesurfen leihen oder Kurse anbieten, wenn Sie auf Mallorca surfen lernen wollen.
Wer beim Surfen auf Mallorca die Ruhe schätzt, findet außerhalb von Pollença einen unberührten Strand mit einer Verleihstation. Jedoch grenzt dieser Strand direkt an eine Landstraße an und ist nur rund 20 Meter breit. In den Buchten von Alcúdia und Palma wird zwar außerhalb der Hauptsaison gekitet, während der Sommermonate sind die stark frequentierten Strände jedoch als Badezonen ausgewiesen und für Kitesurfer gesperrt. Nach spanischem Küstenrecht müssen Kitesurfer mindestens 200 m Abstand zur Küste halten und über markierte Wasserkanäle ein- und ausfahren; Verstöße – insbesondere in Badezonen – können mit Bußgeldern von bis zu 3.000 € geahndet werden, weshalb Schulen und lokale Verbände außerhalb der Pollença-Zone von eigenmächtigen Starts an vollen Stränden ausdrücklich abraten

Die Insel findet in der Surfer-Szene mit den Jahren mehr und mehr Anerkennung. Vor über 15 Jahren war das Surfen auf Mallorca nicht mehr als eine Randerscheinung. Die Infrastruktur wurde innerhalb der letzten Jahre deutlich verbessert. Mittlerweile gibt es genügend Shops und Surfschulen, damit Sie entspannt auf Mallorca surfen (lernen) können. Heutzutage sind an den beliebtesten Spots, wie beispielsweise in Son Serra, an einem einzigen Tag mehr als 200 Menschen im Wasser.
Ein weiterer Vorteil: Die Temperaturen auf Mallorca sind fast das ganze Jahr über mild. Sogar in der kalten Jahreszeit sinken die Meerestemperaturen nicht unter 13 Grad, auch wenn sich die durchschnittliche Lufttemperatur an dem Tag tief im einstelligen Bereich befindet. Somit eignet sich das Surfen auf Mallorca auch für Menschen, die kältere Wassertemperaturen scheuen. Des Weiteren ist der Einfluss der Gezeiten begrenzt und somit ist das Surfen bei guten Wetterbedingungen den ganzen Tag über möglich. Dies ist in anderen Ländern, die bei Surfern beliebt sind, nicht der Fall. Haie gibt es vor der Küste von Mallorca ebenfalls nicht.
Die Höhe der Wellen auf Mallorca kann stark variieren und wird von mehreren Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel Jahreszeit, Wetterbedingungen und Sturmaktivität im Mittelmeer. Generell sind die Wellen im Winter und während der Herbstmonate am höchsten, wenn Stürme und starke Winde auf dem offenen Meer häufiger vorkommen und die Wellen sich schon weit vor der Küste Mallorcas aufbauen können. Während dieser Zeit können Wellen eine Höhe von drei bis vier Metern erreichen, in seltenen Fällen sogar höher.
Wenn Sie auf Mallorca surfen gehen möchten, bieten die Nordküste und die Ostküste die besten Bedingungen, da hier die Wellenhöhen am höchsten sind und die Winde am stärksten wehen. Vor allem die Buchten von Alcudia und Pollença sind bekannt für ihr gutes Surf-Potenzial.
Es ist jedoch wichtig, das Meer und die Bedingungen zum Surfen auf Mallorca zu respektieren. Plötzlich auftretende Windänderungen können für ungeübte Surfer gefährlich sein. Stellen Sie sicher, dass Sie vor Ihrer Surfsession den Wetterbericht und die Wellenvorhersage prüfen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Obwohl Mallorca lange kein klassisches Surfziel war, können Sie hier dennoch bei guten Bedingungen beeindruckende Wellen erleben.
Im Norden Mallorcas liegt der beliebteste Surfspot der Insel, der Strand von Son Serra de Marina. Mit seinen langgezogenen Wellen und dem tiefblauen Wasser bildet er den perfekten Ausgangspunkt für aufregenden Surfspaß. Besuchen Sie diesen Ort, um zuverlässig hervorragende Bedingungen zu erleben, wenn Sie auf Mallorca surfen wollen.
Weitere empfehlenswerte Orte für ein einzigartiges Surf-Erlebnis auf Mallorca sind der Strand von Cala Mesquida und die Bucht von Pollença. Sie bieten sowohl erfahrenen Surfern als auch Anfängern ideale Bedingungen und verfügen über das ganze Jahr über recht stabile Surfbedingungen. Allerdings können die Wellen hier gelegentlich recht stark sein, also seien Sie vorsichtig.
Schließlich bietet der Strand von Sa Rapita im Süden Mallorcas ein eher ruhiges Surf-Erlebnis. Hier ist der Wellengang meist milder, was ihn ideal für Anfänger und diejenigen macht, die es etwas ruhiger angehen lassen möchten.
Natürlich variieren die Wellengrößen und Intensität je nach Jahreszeit und Meteorologie, aber Surfer können auf dieser Insel auf jeden Fall geeignete Bedingungen finden. Die Nordküste von Mallorca bietet einen großen Teil des Jahres über optimale Wind- und Wellenbedingungen zum Surfen. Hier finden Sie Strände wie den Playa de Muro oder die Bucht von Alcudia, die regelmäßig von Surfern besucht werden. Aber auch an der Ostküste, in Orten wie Cala Ratjada, herrschen oft gute Wellenbedingungen.
Neben den natürlichen Wellen bietet Mallorca auch Möglichkeiten für das sogenannte “Artificial Surfing”. So finden sich mehrere Wellenpools auf der Insel, die speziell für Surfer konzipiert wurden und Wellen in verschiedensten Größen und Formen erzeugen. Für künstliche Wellen gibt es aktuell vor allem zwei Optionen: den Dock39-„SuperWave“ im Fan Mallorca Shopping bei Palma sowie den künstlichen Wave-Pool im Hadley’s Beach Club des 2024 eröffneten Hotels INNSiDE Wave Calviá in Magaluf. Um auf Mallorca surfen zu gehen, stehen auch diverse Surfschulen zur Verfügung, die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Also egal, ob Sie ein erfahrener Surfer sind oder gerade erst mit dem Surfen beginnen, auf Mallorca können Sie auf jeden Fall gute Wellen finden und das Surfen genießen.
Allerdings! Mallorca bietet eine große Auswahl an Surfspots und ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die das aufregende Erlebnis, auf Wellen zu reiten, suchen. In der Tat, viele Surfer finden Mallorca ideal zum Surfen, von Anfängern bis zu Profis. Dies liegt an den verschiedenen Bedingungen, die die Insel bietet, mit Wellen für jeden Geschmack. Ob Sie ruhige Stellen für Anfänger oder herausforderndere Bedingungen für erfahrene Surfer suchen, Mallorca hat alles zu bieten. Und obwohl es viele andere Aktivitäten gibt, die Sie auf der Insel genießen können, zieht das Surf-Erlebnis in Mallorca immer mehr Besucher an. Die nördliche Küste ist bekannt für ihre starken Winde und großen Wellen, perfekt für erfahrene Surfer. In der Zwischenzeit bietet die Südküste sanftere Bedingungen, ideal für diejenigen, die gerade mit dem Surfen beginnen. Es gibt viele Surfschulen und Verleihgeschäfte rund um die Küste, sodass es einfach ist, alles, was Sie für eine großartige Surferfahrung benötigen, zu erhalten.
Auch die schöne Landschaft, das angenehme Klima und die freundlichen Einheimischen tragen dazu bei, dass das Surf-Erlebnis in Mallorca unvergesslich wird. Egal ob Sie ein geübter Surfer sind oder gerade erst anfangen, Sie werden feststellen, dass Mallorca ein toller Ort ist, um die Wellen zu erobern.
Titelbild: Copyright @ pixabay / cocoparisienne