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Mallorcas Norden – unberührte Idylle

19.12.2018 | Leben auf Mallorca
Mallorcas Norden, Cap Formentor

Cap Formentor

Der Norden von Mallorca präsentiert sich in einer ganz eigenen Schönheit. Wo sich Berge und Meer berühren, ist die größte der Baleareninseln von zerklüfteter Felslandschaft, einsamen Wanderwegen und idyllischen Badebuchten geprägt.


Rund um die Halbinsel Formentor und den Gebirgszug Serra de Tramuntana erwartet Sie ein einzigartiges Naturparadies. Begleiten Sie uns auf eine Entdeckungsreise in den Inselnorden, der mit beliebten Ferienorten, geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten und spektakulären Aussichtspunkten zu beeindrucken weiß!


Wohin es Ruhesuchende zieht

Vom Bau großer Hotelanlagen nahezu verschont geblieben, setzt der Norden von Mallorca mehr auf sanften und nachhaltigen Tourismus. Abgeschirmt vom Gebirgszug Serra de Tramuntana, ist die Lage von Puerto de Pollenca auch im mallorquinischen Winter durch milde Witterung begünstigt. Das Mekka für Wassersportler hat sich vom einstigen Fischerdorf zum modernen Ferienzentrum mit internationalem Flair gewandelt. Im Ort starten Radprofis auf spektakulärer Strecke zum Cap Formentor. Eine Autostunde von der Hauptstadt Palma de Mallorca entfernt, fühlte sich bereits Agatha Christie von einem Spaziergang auf dem malerischen Pinienweg inspiriert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt das Hotel Illa d'Or als glanzvoller Mittelpunkt illustrer Gäste aus ganz Europa. Heute können Sie im noblen Yachthafen die Exklusivität anliegender Schiffe bestaunen.


Die beeindruckende Umgebung erkunden

Einige Kilometer von Puerto de Pollenca entfernt, erwartet Sie mehr im Landesinneren das Städtchen Pollenca. Der attraktive Ort im Norden von Mallorca ist ein Anziehungspunkt namhafter Künstler. An Karfreitag wird der Kalvarienberg mit seinen 365 Stufen zum viel besuchten Schauplatz einer außergewöhnlichen Prozession. Auf den Puig de Maria führt ein reizvoller Pilgerpfad. Nach einstündigem Aufstieg belohnt Mallorcas ältestes Kloster die Ankömmlinge mit grandioser Aussicht und einfacher Inselküche.

 

Im Urlaubsort Alcúdia befindet sich Spaniens kleinstes Amphitheater. Die wahrscheinlich älteste Stadt der Balearen soll schon von Phönizier besiedelt worden sein. Unweit zum Ort gehört die Fundación Yannick y Ben Jakober zu den besten Kunstmuseen Mallorcas. An die Bucht von Alcúdia grenzt die Kleinstadt Artà. Dort führt ein Küstenwanderweg in schwindelerregender Höhe zum Dorf Colònia de Sant Pere. Im Norden von Mallorca eignet sich der familienfreundliche Ferienort Can Picafort perfekt für Ausflüge ins Naturschutzgebiet S'Albufera, sowie ins Welterbe Tramuntana-Gebirge. Die Höhlen von Campanet eröffnen Besuchern eine bizarre Unterwelt aus Kalkstein. Nach starken Regenfällen ist das imposante Wasserschauspiel der La Fonts Ufanes im nahegelegenen Steineichenwald zu beobachten. Zu den anspruchsvollen Touren zählt eine Canyon-Wanderung zum Torrent de Pareis. Einen der magischsten Orte von Mallorca sollten Sie besser in Begleitung eines erfahrenen Führers besuchen.


Die schönsten Strände genießen

In der Bucht von Alcúdia erstreckt sich der Playa de Muro. Der 12 Kilometer lange, weiße Sandstrand zählt zu den schönsten Küstenabschnitten im Norden von Mallorca. Der überwachte Naturstrand Cala Mesquida bietet vor allem Familien ein ruhiges Badevergnügen. Nichts für Kinder ist der Cala Figuera, denn der abenteuerliche Weg zur Bucht schlängelt sich durch die felsige Landschaft der Halbinsel Formentor. Besser erreichbar ist der Playa de Formentor. Weniger bekannt ist die Halbinsel La Victoria. Um dort den Coll de Baix zu erreichen, müssen Sie einen 45-minütigen Fußmarsch auf sich nehmen. Dafür erwartet Sie eine großartige Kulisse. Ideal für einen Urlaub mit Kindern im Norden von Mallorca ist der Cala Agulla. Gleich nebenan geht es am Cala Moltó etwas geruhsamer zu. Auch der Cala Torta ist nicht zu überlaufen. Den Son Serra de Marina wissen insbesondere die Malloquiner zu schätzen.


Im Naturparadies unterwegs sein

Die Serra de Tramuntana fasziniert mit pittoresken Orten wie Banyalbufer, Deià, Fornalutx, Sóller und Valldemossa. In Andratx beginnt der längste Wanderweg der Balearen. Auf dem GR-221 können Sie nach Voranmeldung im Castell d'Alaró oder Kloster Lluc übernachten. Für Künstler ist Deià ein Lieblingsort. Wohl auch, weil dort ein Internationales Musikfestival stattfindet. Zur Mandelblüte Mitte Januar entfaltet der Norden von Mallorca seinen besonderen Reiz. Dann ist die Fahrt mit der elektrischen Schmalspurbahn "Roter Blitz" von Palma nach Sóller ein farbenprächtiges Ereignis. Die Halbinsel Formentor mit dem nördlichsten Punkt der Insel bietet eine atemberaubende Steilküste. Entlang der Strecke zum Leuchtturm lohnt sich ein Blick auf den Sonnenuntergang am Aussichtspunkt Mirador de Sa Creueta. In den Sommermonaten ist die eindrucksvolle Route zum "Treffpunkt der Winde" für Autos gesperrt. Dann verkehrt zwischen Puerto de Pollenca und Cap Formentor nur der Linienbus 353. Stattdessen können Sie auf einem alten Leuchtturmwärterpfad zu Fuß unterwegs sein. Wo sich Noblesse und Geschichte im Norden von Mallorca vereinen, wandeln Sie im Hotel Formentor auf den Spuren von Winston Churchill, Charlie Chaplin und Helmut Schmidt. An diesem außergewöhnlichen Ort verbrachten Fürst Rainier und Gracia Patricia einen Teil ihrer Flitterwochen.


Immer eine Reise wert

Seit Jahrtausenden formen Wind und Wasser den wild-romantischen Norden von Mallorca. Seine Ursprünglichkeit und Schönheit begeistert Naturliebhaber und Aktivurlauber gleichermaßen. Vor allem im Frühjahr und Herbst erfreuen sich die aussichtsreichen Strecken von Wander- und Fahrradwegen großer Beliebtheit. Wo erlesene Weine und exzellentes Olivenöl entstehen, ist auch die mediterrane Küche ein einmaliges Geschmackserlebnis. Lassen Sie sich auf Ihrer Reise in den authentischen Inselnorden von bezaubernden Märkten, Festen und Brauchtümern überraschen!

 

Titelbild: Copyright @ Pixabay / Walkerssk

Mallorcas Norden, Cap Formentor

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