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Sa Calobra auf Mallorca | Marcel Remus Blog

26.04.2019 | Leben auf Mallorca
Sa Calobra

Sa Calobra

Sa Calobra ist ein kleines Dorf auf der Baleareninsel Mallorca. Trotz der geringen Einwohnerzahl gibt es viele spannende Sehenswürdigkeiten zu entdecken.


Sa Calobra befindet sich an der Westküste von Mallorca in der Region Serra de Tramuntana (seit 2011 Weltkulturerbe). In dem kleinen Dörfchen, welches auch unter dem Namen Cases de sa Calobra bekannt ist, wohnen nur knapp 100 Menschen. Dennoch kann das winzige Dorf auf eine interessante Geschichte zurückblicken und gehört zu den magischsten Orten der ganzen Insel. 

Die Geschichte von Sa Calobra 

Die dokumentierte Geschichte des winzigen Dorfes geht bis in das Jahr 1932 zurück. Zu dieser Zeit lebten nur 32 Menschen in dem überaus schwer erreichbaren Dorf. Damals konnte Sa Calobra zu Land ausschließlich über einen gefährlichen und beschwerlichen Weg, der über einen der höchsten Berge der Insel führt, erreicht werden. Eine weitere Möglichkeit war der Seeweg. Der italienische Ingenieur Antonio Paretti wollte die Erreichbarkeit deutlich verbessern und plante eine knapp 13 Kilometer lange Serpentinen-Strecke. Für die umfangreichen Arbeiten wurden unter anderem 31.000 Kubikmeter Fels abgetragen und anschließend talseitig und an den Dammstrecken wieder eingebaut. Die Serpentinen-Strecke besteht aus insgesamt 12 Haarnadelkurven, ihre optisch auffälligste Stelle trägt den Namen Nus de sa Corbata (Krawattenknoten). 

Sa Calobra – Lage und Erreichbarkeit

Sa Calobra besteht nur aus einer Ansammlung von wenigen Häusern und trägt deshalb auch den Namen "Cases de sa Calobra". Das Häuser-Dorf ist rund 32 Kilometer in nordöstlicher Richtung von der Hauptstadt Palma entfernt. Die malerische Bucht (Cala de sa Calobra) liegt rund einen Kilometer unterhalb des Dorfes. Über die optisch beeindruckende Serpentinenstraße MA-2141 oder alternativ mit einem Schiff über das Meer lassen sich sowohl Dorf als auch die Bucht erreichen. Die Straße überwindet einen beachtlichen Höhenunterschied von insgesamt 700 Metern. Von der Schiffsanlegestelle des Dorfes führt ein rund 600 Meter langer Weg direkt zum Ausgang der weltbekannten Felsenschlucht "Torrent de Pareis". Eine Anreise ist mit dem eigenen Auto, dem Bus oder Schiff möglich. Es gibt täglich eine Buslinienverbindung von Sa Calobra nach Alcúdia. Vom Hafen Port de Sóller fahren Schiffe täglich zur Schiffsanlegestelle des Dorfes. In den Monaten Juli und August gibt es zudem jeden Sonntag organisierte Schiffsausflüge mit leckerer Paella an Bord. 

Ausflüge in die Umgebung

Die nächsten größeren Städte sind Sóller im Süden und Pollensa im Norden. In beiden Städten gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés. Von hier aus benötigen die Urlauber je nach Verkehrslage 1 bis 2 Stunden zu den nächsten Stränden. Zudem gibt es einige touristische Attraktionen, die in jedem Fall besucht werden sollten. Besonders empfehlenswert ist eine Fahrt mit der Eisenbahn "Tren de Sóller". Urlauber, die Lust auf eine umfangreiche Wanderung oder Radtour haben, kommen in der unmittelbaren Umgebung von Sa Calobra voll auf ihre Kosten. Umgeben von den beeindruckenden "Serra de Tramuntana" Bergen gibt es reichlich Wander- und Fahrradwege. Sa Calobra besteht aus insgesamt 2 wunderschönen Stränden und diese sind mehr als einen Besuch wert. 

Wunderschöne Strände in atemberaubender Lage

Das Dorf ist nicht primär für historische oder touristische Attraktionen, sondern eher für seine einmalige Landschaft und seine wunderschönen Strände bekannt. Die malerische Cala de Sa Calobra hat einen 30 Meter langen Kies- und Sandstrand. Hier gibt es ein paar kleinere Restaurants mit gutem, einfachen Essen und einigen Parkmöglichkeiten. Der kleine Strand ist von Touristen noch nicht so stark frequentiert. In der Nebensaison trifft man hier fast ausschließlich auf Einheimische und Künstler aus den größeren Städten. Das Wasser ist hier türkisfarben, glasklar und äußerst ruhig. Der Strand ist gepflegt und eignet sich bestens für Touristen, die auf der Suche nach einem gemütlichen Badeausflug sind. Urlauber treffen auf ein gemischtes Publikum, welches aus Personen unter 40 Jahren, vielen Familien mit etwas älteren Kindern, Naturbegeisterten und Wanderern besteht. 



Die weitaus bekanntere Strand ist der "Platja de Torrent". Umgeben ist der rund 100 Meter lange Kiesstrand von einer beeindruckenden Felsenschlucht mit dem Sturzbach Torrent de Pareis, der der Namensgeber der Bucht ist. Genau an der Stelle, an der der Sturzbach in das Meer fließt, befindet sich der Platja de Torrent. Am Strand gibt es keinerlei Infrastruktur und somit sollten die Besucher Essen, Trinken und auf jeden Fall eine Kamera mitbringen. Der Kiesstrand ist dank der beeindruckenden Naturkulisse ein äußerst beliebtes Fotomotiv und zudem ein stark frequentierter Ankerplatz für Segelyachten. Die schöne Szenerie hat bereits zahlreiche Künstler inspiriert. 

Ein Paradies für Wanderer und Radfahrer

Möchten die Urlauber nicht nur gemütlich am Strand von Sa Calobra liegen, sondern sich aktiv betätigen, können sie Schwimmen oder Wassersport betreiben. Die mit Abstand tollste Attraktion ist der lange Fußweg, der entlang der malerischen Küste, direkt am Hafen vorbei und anschließend durch den schmalen Tunnel führt. Dieser bringt die Urlauber direkt zum schönen Torrent de Pareis. Entlang des Fußweges, der bestenfalls mit festem Schuhwerk begangen werden sollte, gibt es ein paar Shops mit Souvenirs. Urlauber, denen die wunderschöne Bucht nicht ausreicht, sollten sich die Bucht "Cala Tuent" ansehen. Diese liegt inmitten einer wunderschönen Lage zwischen zwei Klippen und ist noch weniger frequentiert als die Bucht von Sa Calobra.

Sa Calobra ist bei Touristen äußerst beliebt

Obwohl in dem kleinen Dörfchen, welches nur aus mehreren Häusern besteht, nicht einmal 100 Menschen wohnen, ist Sa Calobra ein äußerst beliebtes Touristenziel. Dies liegt vor allem an dem herrlichen Ausblick, der Schönheit der Naturlandschaft und der Ruhe. In den Sommermonaten wird das Dörfchen an einigen Tagen sogar von tausenden von Touristen besucht, die meisten reisen mit dem Bus oder dem Schiff an. Da sich die Bewohner auf den regelmäßigen Touristenbesuch eingestellt haben, gibt es in dem Dorf einige gastronomische Einrichtungen und Shops. Aufgrund der recht abgelegenen Lage gibt es in der Nähe des Dorfes nicht viel zu sehen. Touristen, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind, können sich das bekannte Kloster Lluc ansehen. Die bedeutende, historische Städte wurde im 13. Jahrhundert von Maria geweiht und befindet sich inmitten einer wunderschönen Lage. Einmal pro Jahr findet hier sogar ein Live-Konzert statt. Übernachten können die Urlauber entweder direkt im Kloster oder in einem Hotel im kleinen Dörfchen Escora.

 

Titelbild: Copyright @ Pixabay / Hans

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