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Das Klima auf Mallorca – subtropisch aber facettenreich

11.10.2018 | Leben auf Mallorca
Klima auf Mallorca

Klima auf Mallorca

Das subtropische Klima macht Mallorca zu eine der beliebtesten Urlaubsinseln weltweit. Wir geben Ihnen einen Überblick über das Klima auf Mallorca.


Dass das Klima auf Mallorca nicht immer hält was andere versprechen, musste schon Chopin am eigenen Leib erfahren. Während seines Aufenthaltes im November 1838 dokumentierte er das Wetter als auffallend kühl und regnerisch. Doch so ungewöhnlich, wie es dem empfindsamen Künstler seinerzeit schien, war das Klima auf Mallorca gar nicht – denn die Insel zeigt ein typisches Wechselspiel der Jahreszeiten:


Warme Sommer, milde Winter

Wie groß die Unterschiede ausfallen, hängt ganz von der Lage des Urlaubs- bzw. Aufenthaltsortes ab. In unmittelbarer Nähe des Serra de Tramuntana regnet es deutlich häufiger als in den östlichen Gebieten, weil aus Nordwesten kommende Wolken hier regelrecht hängen bleiben. Auch den Unterschied zwischen Sommer und Winter spiegelt Mallorca spürbar wider. Während der kalten Jahreszeit kann es in höheren Lagen sogar frieren und schneien. Durchschnittlich herrscht auf der Insel jedoch ein subtropisch-mediterranes Klima, welches Mallorca warme, trockene Sommer und milde, kurze Winter beschert. Wie genau sich das Wetter im Jahresverlauf zeigt, verrät die nachfolgende Monats-Übersicht:


Januar

Wie im übrigen Europa sind die ersten Wochen des Jahres auch auf Mallorca am kältesten. Im Januar herrschen auf der Insel durchschnittlich neun Grad; die Wassertemperatur liegt bei etwa 14 Grad. Möchten Gäste dieses vergleichsweise milde Klima auf Mallorca genießen, sollten sie sich eine Unterkunft in südlich oder südwestlich gelegenen Orten suchen – denn im Norden haben viele Einrichtungen zu dieser Zeit geschlossen. An das Wetter angepasste Freizeit-Beschäftigungen sind ein Besuch des Miro-Ateliers, Shopping im Outlet-Center von Marratxi oder ein Tagesaufenthalt im Palma Aquarium.


Februar

Im Februar steigen die Temperaturen durch das subtropische Klima auf Mallorca in den zweistelligen Bereich. Bei durchschnittlich fünf Regentagen bieten sich Fahrrad- oder Wandertouren an. Ab Mitte bis Ende des Monats beginnen die Mandelbäume zu blühen und verleihen der Insel einen einzigartigen Charme.


März

Für März weisen die Tagestemperaturen Höchstwerte um 17 Grad aus. In den Nächten ist es jedoch noch empfindlich kühl, sodass Touristen sich für diese Zeit des Jahres eine beheizbare Unterkunft suchen sollten. Zu den beliebtesten Attraktionen im März zählen die Wanderwege im Tramuntana-Gebirge. Auch Sportler schätzen das milde Klima und haben Mallorca als Trainingsgebiet für Rad- und Laufwettkämpfe erkoren.


April

Die mittlerweile voll erblühte Natur verwandelt die Insel in ein Meer aus Farben und Düften. Mit durchschnittlich 19 Grad und annähernd acht Sonnenstunden bietet der April das beste Klima, um auf Mallorca Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Bei nur fünf Regentagen laden die zahlreichen Caféhäuser und Fisch-Restaurants der Insel zum Draußen-Sitzen ein. Ab Beginn der Osterferien müssen Urlauber bei ihrem Mallorca-Aufenthalt mit Saison-Preisen rechnen.


Mai

Ab Mai ist der größte Teil mallorquinischer Einrichtungen auf verstärkten Touristen-Zulauf eingestellt. Dennoch ist die Insel um diese Zeit noch relativ ruhig, sodass Gäste das milde Klima auf Mallorca ungestört genießen können. Wer mutig genug ist, badet bei 17 bis 20 Grad Wassertemperatur; alle anderen sonnen sich unter meist wolkenlosem Himmel oder machen Strand-Spiele. Am 01. Mai sowie am zweiten Wochenende des Monats finden in vielen Orten der Insel Feierlichkeiten statt. Mit der "Festa del Treball" ehren die Einwohner den "Tag der Arbeit"; beim "Moros y Christianos" feiern sie den historischen Sieg der Sollérics über maurische Invasoren.


Juni

Der im Juni einsetzende Wärmeschub beendet die "grüne Jahreszeit" und läutet sommerliches Klima auf Mallorca ein. Die Luft wird trockener; die Temperaturen erreichen Mittelwerte von 27 Grad. Jetzt ist die beste Zeit, das dichte Höhlennetz der Insel zu erkunden, denn unter der Erdoberfläche ist es angenehm kühl. Bei gleichbleibenden 21 Grad Wassertemperatur bietet auch ein Bad im Meer Erfrischung.


Juli

Im Juli können die Temperaturen schon morgens bei 25 Grad liegen; im Laufe des Tages steigen sie jedoch nur geringfügig an. Zum Wandern oder Radfahren eignet sich das Klima nicht mehr; auf Mallorca ist es jetzt auch im übertragenen Sinne zu heiß: die Bars, Clubs und Discos der Touristen-Zentren machen ihrem Ruf alle Ehre und locken bis zum Morgengrauen mit Events. Eine Alternative zum Trubel bietet der Safari-Zoo, den Besucher in klimatisierten Autos durchqueren.


August

Bei viel Sonnenschein erwärmt sich die Luft auf konstant 30 Grad; die Wassertemperatur liegt nur knapp darunter. Wer bei diesem Klima auf Mallorca weilt, sollte es wie die Einheimischen halten und "Siesta" machen – eine rund dreistündige Mittagspause. Davor und danach locken malerische Buchten und Strände oder ein Essen im Freiluft-Restaurant.


September

Im September leeren sich die Strände, Geschäfte und Gastro-Einrichtungen der Insel fast schlagartig. Doch bei anhaltendem Sonnenschein, Temperaturen von 22 Grad und mäßigem Wind herrscht zum Herbstbeginn noch angenehmes Klima. Mallorca-Kenner beschreiten jetzt den Pilgerweg zwischen Port de Sóller und Deià, um die umliegenden Olivenhaine und uralte Steineichen zu fotografieren.


Oktober

Bis etwa Mitte des Monats herrscht noch Ausflugs- und Badewetter; dann sinken die Temperaturen spürbar. Mit "Gota Fría" fallen die ersten "kalten Tropfen". Sie verlagern das Geschehen in Innenräume wie die Öl-Mühle Son Catiu oder Restaurants mit typisch mallorquinischer Küche. Nach der sommerlichen Hitze ist jetzt das richtige Klima, sich einen der schmackhaften Insel-Weine zu gönnen.


November

Ein stetig wehender Wind macht die Insel zum beliebten Ziel von Wassersportlern. Andere können die zunehmend kühler werdenden Tage für Museums-Besuche nutzen. Da die Nächte mit 8 Grad schon recht frisch werden, sollten Unterkünfte eine Heizmöglichkeit haben. Trotz rauer werdendem Klima ist Mallorca weiterhin in Feierlaune: Jedes Jahr im November finden das "Dijous Bo"-Volksfest, das "Fires d'Inca" und das "Jazz Voyeur Festival" statt.


Dezember

Mit sechs Regentage, knapp zweistelligen Temperaturen und noch fünf Sonnenstunden pro Tag ist die Insel auch im Dezember einen Besuch wert, denn auch im Winter hat Mallorca seine Reize: neben Schwimmbädern und Wellness-Einrichtungen warten überraschend viele Weihnachtsmärkte darauf, entdeckt zu werden.


Sonne satt

Wie überall ist das Klima auf Mallorca zahlreichen Einflüssen unterworfen. Die hier gemachten Angaben sind Durchschnitts- und Erfahrungswerte, die nach oben oder unten abweichen können. Es ist möglich, dass ungewöhnlich kühlen Sommern auffallend milde Winter folgen – oder umgekehrt. Eines aber garantiert das Klima auf Mallorca stets: Sonnenschein! Die mittlere Dauer liegt bei 300 Tagen pro Jahr – und macht die Insel damit zu einem buchstäblichen Highlight unter den Urlaubszielen.

 

Titelbild: Copyright @ Pixabay / MarciMarc105

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